KAMPAGNE ZUR EM 2024

Platzverweis nach Roter Karte im Fußball 

Kein Platz für Sexkauf in unserer Gesellschaft!

#ROTE KARTE FÜR UNSPORTLICHES VERHALTEN

Definition: Unsportliches Verhalten bezieht sich meistens auf leichtere Fälle wie Notbremsen oder Festhalten des Gegners.

Während der größte Teil der Prostituierten Frauen sind, sind es beinahe ausschließlich Männer, die sexuelle Handlungen kaufen. In der Prostitution hat der die Macht, der das Geld hat. Das ist der Freier. Frauen in der Prostitution stehen unter starkem Druck, Geld verdienen zu müssen. So gut wie nie können sie Freier ablehnen oder Praktiken verweigern.

#ROTE KARTE FÜR BELEIDIGUNGEN

Definition Beleidigungen: Anstößige, beleidigende oder schmähende Äußerungen bzw. Handlungen

In sogenannten Freierforen, in denen Freier sich online über die Prostituierten austauschen und diese bewerten, herrscht ein Ton, der von Verachtung, Hass und Geringschätzung gegenüber Frauen geprägt ist. Prostituierte werden entmenschlicht, wie käufliche Ware beschrieben und bewertet.

#ROTE KARTE FÜR ROHES SPIEL

Definition Rohes Spiel: Im Kampf um den Ball agiert der Spieler rücksichtslos und nimmt in Kauf, dass er seinen Gegner verletzt oder anderweitig gesundheitlich gefährdet.

Prostituierte leiden unter körperlichen Erkrankungen, Depressionen und schweren Traumatisierungen. 

Prostitution erfolgt in den meisten Fällen unfreiwillig.

Freier nehmen das in Kauf. 

Prostitution ist Gewalt gegen Frauen.

#ROTE KARTE FÜR GROBES FOULSPIEL

Definition Grobes Foulspiel: Angriffe, die eine Gefahr für den Gegner darstellen oder übermäßig hart oder brutal ausgeführt werden

Ca. 80 bis 90 % der Prostituierten kommen aus dem Ausland. Die häufigsten Herkunftsländer sind Rumänien, Bulgarien und Ungarn, aber auch Nigeria. Häufig werden die Frauen durch falsche Versprechungen in die Prostitution gelockt. Ihnen wird zum Beispiel ein guter Job versprochen oder eine Liebesbeziehung vorgespielt. Die meisten Frauen kommen aus sehr armen Verhältnissen. Viele haben in Kindheit und Jugend sexuelle Gewalt erlebt, sind drogenabhängig oder haben Schulden.

Diese Notlage wird von Menschenhändlern und Zuhältern ausgenutzt. Freier profitieren. 

#ROTE KARTE FÜR TÄTLICHKEITEN

Definition Tätlichkeiten: Einsatz körperlicher Gewalt wie beispielsweise Treten, Schlagen, Stoßen, Beißen oder Spucken.

Prostituiere erleben schwere physische und psychische Gewalt. Das Risiko, ermordet zu werden, ist für Prostituierte 18mal höher als für andere Frauen. 

Prostitution passiert in den meisten Fällen unfreiwillig. 

Prostitution ist Gewalt gegen Frauen.

In der Prostitution gibt’s kein Fairplay.

Darum gehören Freier ins Abseits:

  • Freier nutzen die Notlagen der Prostituierten aus.
  • Freier nehmen in Kauf, dass die Frau unfreiwillig in der Prostitution ist.
  • Freier bewerten Prostituierte – wie eine käufliche Ware.
  • Freier riskieren, Prostituierte zu verletzen.
  • Freier fügen Prostituierten unmittelbar gesundheitlich Schaden zu.
  • Freier sind allein mit der Prostituierten und niemand schaut hin.

Niemand? Doch – wir! 

Schau auch du hin! 
Zeig den Freiern die Rote Karte!

Die deutschen Prostitutionsgesetze gehen davon aus, dass Prostituierte sich freiwillig prostituieren. Das ist in den meisten Fällen falsch. ExpertInnen der Strafverfolgungs­behörden bestätigen, dass der Großteil der Prostituierten fremdbestimmt sind und sich aufgrund von Notlagen in der Prostitution befinden. Die männliche Nachfrage nach Prostitution ist höher als das „Angebot“. Freier befördern durch ihre Nachfrage die Zwangsprostitution und den Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung. Deutschland ist zum Land für Sextourismus geworden.

Im März 2006 – kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft der Herren in Deutschland – wies das Europäische Parlament auf die Problematik der zunehmenden Nachfrage nach Prostitution während Sport-Großveranstaltungen hin. Es wurde die Notwendigkeit festgestellt, die Nachfrage der Freier durch Sensibilisierung zu reduzieren. Dem kommen wir mit unserer Kampagne #Rote Karte für Freier  nach.

Während Messen, Volksfesten und (Sport-)Großveranstaltungen wird es zu vielen internationalen Begegnungen und neuen Bekanntschaften kommen. Die Nachfrage nach Prostitution steigt. In der Prostitution gibt es kein Fairplay. Viele Freier ahnen oder wissen von den Missständen und der Situation der Prostituierten. Sie beobachten, wie Prostituierte Opfer von Gewalt durch andere Freier und Zuhälter werden. Dennoch bestehen sie auf die einmal bezahlte sexuelle Handlung ohne Rücksicht – auch bei erkennbarem Widerwillen, Ekel und Schmerzen der Prostituierten. Freier üben Gewalt gegen Frauen aus.

Freier haben hingegen so gut wie nie Konsequenzen für ihr Handeln zu befürchten, auch dann nicht, wenn sie gegen geltendes Recht verstoßen. Die Kontroll­möglichkeiten der Strafverfolgungsbehörden sind begrenzt und die Gesellschaft schaut derzeit meist noch weg.

Lasst uns hinschauen! 

Wir zeigen Freiern die Rote Karte!

FORDERUNGEN

der Kampagne #Rote Karte für Freier – für eine EM ohne Sexkauf 

Die deutschen Prostitutionsgesetze gehen davon aus, dass Prostituierte sich freiwillig prostituieren. Das ist in den meisten Fällen falsch. ExpertInnen der Strafverfolgungs­behörden bestätigen, dass der Großteil der Prostituierten fremdbestimmt sind und sich aufgrund von Notlagen in der Prostitution befinden. Die männliche Nachfrage nach Prostitution ist höher als das „Angebot“. Freier befördern durch ihre Nachfrage die Zwangsprostitution und den Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung. Deutschland ist zum Land für Sextourismus geworden.

Im März 2006 – kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft der Herren in Deutschland – wies das Europäische Parlament auf die Problematik der zunehmenden Nachfrage nach Prostitution während Sport-Großveranstaltungen hin. Es wurde die Notwendigkeit festgestellt, die Nachfrage der Freier durch Sensibilisierung zu reduzieren. Dem kommen wir mit unserer Kampagne #Rote Karte für Freier  nach.

Während Messen, Volksfesten und (Sport-)Großveranstaltungen wird es zu vielen internationalen Begegnungen und neuen Bekanntschaften kommen. Die Nachfrage nach Prostitution steigt. In der Prostitution gibt es kein Fairplay. Viele Freier ahnen oder wissen von den Missständen und der Situation der Prostituierten. Sie beobachten, wie Prostituierte Opfer von Gewalt durch andere Freier und Zuhälter werden. Dennoch bestehen sie auf die einmal bezahlte sexuelle Handlung ohne Rücksicht – auch bei erkennbarem Widerwillen, Ekel und Schmerzen der Prostituierten. Freier üben Gewalt gegen Frauen aus.

Freier haben hingegen so gut wie nie Konsequenzen für ihr Handeln zu befürchten, auch dann nicht, wenn sie gegen geltendes Recht verstoßen. Die Kontroll­möglichkeiten der Strafverfolgungsbehörden sind begrenzt und die Gesellschaft schaut derzeit meist noch weg.

Lasst uns hinschauen! 

Wir zeigen Freiern die Rote Karte!

Wir fordern von der Bundesregierung, den Bundesländern und Städten:

Rechte Betroffener stärken und Opferschutzmaßnahmen ausbauen

  • Unterstützung von Sensibilisierungsprogrammen in den Herkunftsländern, insbesondere Rumänien, Bulgarien und Ungarn, um über die Gefahren des Menschenhandels und der sexuellen Ausbeutung nach und in Deutschland aufzuklären
  • Umfassende, mehrsprachige und niederschwellige Aufklärung über die Rechte von Opfern von Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung/Zwangsprostitution in Deutschland; 
  • Zielgruppenorientierte Bekanntmachung von Hilfsangeboten
  • Zuverlässige Vermittlung Betroffener zu Unterstützungsangeboten und spezialisierten Fach­be­ratungs­stellen. Die Beratungs- und Hilfsangebote müssen bekannter werden sowie mehrsprachig und niederschwellig erreichbar sein.
  • Verstärkung der aufsuchenden Arbeit unter Einbeziehung des digitalen Raums als Ort der Anbahnung und Vermittlung von Prostitution; Bereitstellung der hierfür benötigten Ressourcen
  • Finanzierung und Aufbau von Ausstiegsprogrammen hier und in den jeweiligen Herkunftsländern für Prostituierte (Schutzwohnung, Unterkunft, gesicherter Lebensunterhalt, Gesundheitsversorgung, Beratung)
  • Non-Punishment Prinzip: Es darf keine Belangung von Opfern von Menschen­handel für Straftaten, die im Rahmen der Ausbeutung begangen wurden, geben. Dies betrifft v.a. das Aufenthaltsrecht einhergehend mit kostenlosem Rechtsbeistand.
  • Möglichkeit einer langfristigen Bleibeperspektive für alle Betroffenen von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung, die einem Drittstaat angehören, unabhängig von der Aussage­bereitschaft bei Gerichtsverfahren.
  • Finanziell gesicherte und langfristig ausgelegte Hilfen für Betroffene: Beratung und Begleitung durch Beratungsstellen, medizinische Versorgung und psychotherapeutischer Hilfen

Konsequente und proaktive Strafverfolgung

  • Durchsetzung der Freier-Strafbarkeit gemäß §232 a Abs. 6 StGB
  • Dokumentation und Statistik zu Einsätzen von Polizei und Ordnungsämtern während Messen, Volksfesten und Großveranstaltungen im Kontext Prostitution, Menschenhandel, sexuelle Ausbeutung, Zwangsprostitution, Beleidigungen, Gewalt- und Nötigungshandlungen gegen Prostituierte. Dokumentation der Zahl der kontrollierten Prostitutionsstätten sowie Anzahl der angetroffenen Prostituierten und Freiern
  • Fort- und Weiterbildung sowie Informationen zur Sensibilisierung der Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden, Staatsanwaltschaften und RichterInnen zu Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung und Prostitution
  • Verstärkte Überwachung des digitalen Raums bei der Anbahnung, Vermittlung und Organisation von Prostitution und Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung; Bereitstellung der hierfür nötigen finanziellen und personellen Mittel bei den Strafverfolgungsbehörden
  • Einrichtung von Ermittlungsteams bei den Polizeibehörden und Staatsanwaltschaften mit dem Schwerpunkt Menschenhandel und Zwangsprostitution in den Austragungsorten, die mit geschultem und sensibilisiertem Personal ausgestattet sind
  • Verstärkung der nationalen und internationalen Kooperation in der Strafverfolgung und des Informationsaustauschs
  • Netzwerke von Strafverfolgungsbehörden, Fachberatungsstellen und anderen Unterstützungsangeboten sowie Gesundheitsdiensten für Betroffene von Menschenhandel und sexueller Ausbeutung stärken und handlungsfähig machen

 

Es geht uns alle an! Öffentlichkeitsarbeit und Prävention ausbauen

  • Sensibilisierung von Hotelbetrieben und dem Gastgewerbe für Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung; Zusammenarbeit mit der Polizei etablieren
  • Aufklärung über die schweren Folgen der Prostitution für Betroffene 
  • Sensibilisierung der Gesamtgesellschaft zur kontraproduktiven Wirkung des legalen Sexkaufs auf die Gleichstellung von Männern und Frauen sowie den Kampf gegen Gewalt gegen Frauen
  • Beendigung des Sexkaufs und Anerkennung, dass es sich hierbei um eine Form von Gewalt gegen Frauen handelt
  • Öffentliche Unterstützung der Kampagne #RoteKarteFürFreier

#RoteKartefürFreier